US-Präsident Bush dankt Austria
Mittwoch 12 September 2007Herr Bush bedankte sich recht herzlich für das österreichische Engagement im Irak.
Da hat doch jemand wieder Austria mit Australia verwechselt. ![]()
(gehört im Ö3)
3 – 6 – 10
Donnerstag 06 September 20073°C in Zell am See ![]()
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6°C in Salzburg ![]()
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10°C in Wien ![]()
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Da fühlt man sich bei den auch hier in Frankfurt ![]()
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gefallen Temperaturen von aktuell 15°C doch noch fast wie im Sommer.
Nie wieder TLC – hier bedient der Chef
Mittwoch 05 September 2007Eigentlich war mir das TLC, in der Textorstraße in Frankfurt Sachsenhausen, wegen einer monatlichen stattfindenden guten Party ein positiver Begriff, hatte es aber bisher aber nie geschafft hinzugehen. Am vergangenem Wochenende war ich, mit angenehmer Begleitung im TLC, zum Abendessen im schön eingerichteten “Keller” des TLCs. Ich habe den dortigen Abend jetzt in 7 Teilen für mich ver- und aufgearbeitet.
Teil 1 – Die Zeit ![]()
Nach 15 min. Wartezeit die Getränke und das Essen.
Über 30min nach der Bestellung kam Brot, als Teil der Vorspeise.
Nach einmaligem Nachfrage und weiteren 12min, oder 42min nach Bestellung, bereicherten die Oliven und Pfefferoni den Tisch.
Nach erneutem Nachfragen – 45 Minuten nach dem Brot oder 90 Minuten nach Eintreffen im, nicht wirklich voll wirkendem, Lokal – kam der Fleischspieß und der appetitlich auf dem Teller angerichtete Fisch.
Teil 2 – Das Essen :-/
Die Vorspeise mit dem zuerst gelieferten Brot sowie 10 Minuten danach die Oliven und Pfefferonie waren anstandslos.
Der Fleischspieß war mir zu trocken aber für meinen hungrigen Magen gerade noch akzeptabel.
Der Fisch schmeckte, uns beiden, deutlich versalzen und sogar etwas schlecht. Der Fisch ging ungegessen, und das trotz hungriger 90-minütiger Wartezeit, zurück.
Teil 3 – Der Chef ![]()
Die “Chefin”, wie wir am Schluß verstanden haben, bediente uns zuerst.
Alleine bei den Getränken hatten wir schon das Gefühl, ob wir uns für die aufgenommene Bestellung bedanken und uns für den dadurch erzeugten Aufwand entschuldigen sollten.
Mein erstmaliges Nachfragen, 40 (!!) Minuten nach der Bestellung, ob wir uns nach dem bereits erhaltenem Brot noch auf die Oliven und Pfefferonie freuen dürften, unterstrich meinen ersten Eindruck. Wird hier vom Gast, anstelle einer zurückhaltend, höflich und ruhig gestellten Frage, doch noch deutlich mehr Demut und Geduld erwartet?
Nach weiterem Nachfragen bei der Chefin bezüglich der Hauptspeise, 180 Minuten nach Eintreffen im Lokal (!!), gab es eine ähnliche Reaktion.
Zwei Minuten später und wir wären weg gewesen, auch wenn meine Begleitung zu verhungern und nur noch durch eine vage Hoffnung auf Essen am Leben zu bleiben schien.
Teil 4 – Eine Reklamation ![]()
Eine Angestellte, räumte den Tisch ab und fragte uns ob sie uns noch etwas Gutes tun könne. Wir bedankten uns, baten um die Rechnung und wiesen auf den für uns nicht essbaren und nicht gegessenen Fisch hin. Wir hatten Gutscheine vom Gutscheinheft Frankfurt und hätten sowieso nur das teuere Hauptgericht bezahlt. Wir schlugen vor das Essen, bis auf den Fisch, normal zu bezahlen und den Gutschein (Essen 2:1) ein anderes Mal einzulösen, der Fisch ging ja ungegessen zurück. Es ging uns also nur darum die 9,- EUR, anstelle der 15,- EUR, zu bezahlen. Sie müsse es, verständlicherweise, mit dem Chef klären, kam auch kurz danach wieder und meinte, dass wir laut ihrem Chef selbstverständlich alles zu bezahlen hätten. Falls ich damit nicht einverstanden bin, könnte ich auch gerne mit dem Chef persönlich sprechen.
Der Chef “versorgte” uns danach., entgegnete mir sofort, ohne mich ausreden zu lassen, in einer auf mich aggressiv wirkenden Art und ebensolchem Ton, dass ich die Rechnung voll zu bezahlen habe. Auf einer Frage ob ein solches Verhalten und Gebaren hier policy sei, entgegente er sehr bestimmt, “Ja, es ist hier policy”.
Ich gab meine Kreditkarte der Bedienung und suchte noch einmal das Gespräch mit dem Chef. Es könnte ja ein Mißverständnis vorliegen. Naja, falsch gedacht! ![]()
Er meinte, der Fisch könnte nicht schlecht sein, sie würden jede Woche den Fisch selber filetieren und auch ständig servieren. Wir wären die Ersten mit einer Reklamation. Auf die Frage ob er uns so der Lüge bezichtigen wolle und wieso hungrige Mägen, speziell nach einer 90-minütigen Wartezeit, einen bestellten aber nicht gegessenen Fisch zurück gehen lassen würden, entgegenete er nicht wirklich etwas nennenswertes. Wir hatten das Gefühl, dass uns die wenig anwesenden Gäste, und speziell die noch nicht abgeschlossenen Kreditkartentransaktion, vor einem Rauswurf oder einem tätlichen Übergriff bewahrt haben. Anscheinend durfte der Fisch maximal leicht versalzen gewesen sein aber das wäre unser Pech oder Geschmack.
Zwischenzeitlich macht er uns zwar noch ein Angebot ihn am Montag anzurufen, um dann noch einmal ein 2:1 Angebot zu erhalten und ihm eine zweite Chance zu geben. Irgedwie klang es für uns beide aber eher nach “geht jetzt endlich und was interessiert mich Montag meine Worte vom Vortag”.
Teil 5 – Ein Lichtblick
Die anscheinend einzige Angestellte wirkte auf mich irgendwie verständnisvoll sehr freundlich, höflich und kundenorientiert. Vermutlich waren wir nicht die einzigen unzufriedenen Kunden, wie man von einigen Gesten am Nachbartisch schließen könnte oder eventuell war sie vom verhalten der Chefs auch einfach peinlich berührt. Leider räumte sie nur unsere Teller ab und brachte uns die Rechnung.
Teil 6 – Mein Fazit: ![]()
Die Wartezeit war für mich nicht tragisch, so etwas kann passieren.
Die Angestellte ist ein Lichtblick und hätte fast die Scharte ausgewetzt.
Das Verhalten von Chef und Chefin war jedoch gänzlich inakzeptabel und der Begriff “hier bedient Sie der Chef” hat für mich dort eine ganz andere Bedeutung erhalten. Zur Erinnerung, es ging um 6,- EUR und wir wären auch wieder gekommen, um den Gutschein ein anderes Mal einzulösen.
TLC kann man mit “tender loving care” übersetzen. Für mich bedeuten die Buchstaben TLC jetzt “Testify Long Cheerless” oder einfach Horror.
Teil 7 – Das Recht ![]()
Nachträglich habe ich mich jetzt auch erkundigt und hätten wir auch das Recht nicht gegen uns gehabt, denn …
[...]
- Nach 30 Minuten dürfen Sie gehen, allerdings müssen Sie in der Zeit mindestens einmal nach dem Essen gefragt haben.
- Warten Sie trotzdem aufs Essen, so können Sie nach 90-minütiger Wartezeit die Rechnung um 30 % mindern; bei einem 4-Gänge-Menü nach 180 Minuten um 30 %. Bei Getränken kann man schon nach 20 Minuten Wartezeit die Rechnung um 30 % mindern (vgl. LG Karlsruhe, Az.: 1 S 196/02 und AG Hamburg, Az.: 20a C 275/73).
- Ist etwas nicht in Ordnung, müssen Sie sich sofort beschweren, z.B. den kalten Braten gleich zurückgehen lassen, damit der Wirt ihn aufwärmen oder einen frischen Braten servieren kann. Er hat das Recht auf „Nachbesserung“. Wenn etwas unappetitlich ist, z.B. Sie finden ein Haar in der Suppe, dann können Sie sich entscheiden: Sie verlangen Preisminderung oder Sie lassen die Suppe ohne Bezahlung zurückgehen (vgl. AG Auerbach, Az. 3 C 883/01). In schlimmeren Fällen, z.B. die Salatsoße ist verdorben: Sie müssen den Salat nicht bezahlen und Sie dürfen alles andere wieder abbestellen. Sie zahlen nur das, was Sie vorher schon gegessen und getrunken haben (vgl. AG Burgwedel, Az. 22 C 669/85). Unter Umständen können Sie auch noch weitergehende Schadensersatzansprüche gegenüber dem Wirt geltend machen.
Vorsicht: Dies gilt jedoch nicht für reine Geschmacksfragen. Ist Ihnen z.B. der Weißwein einfach nur zu sauer, müssen Sie ihn trotzdem bezahlen. Sollte aber das Glas verschmutzt sein, muss der Wirt Ihnen ohne Extra-Berechnung einen neuen Schoppen servieren.[...]
(Quelle: Rechtsanwalt Dr. Christian Kotz)
Möge sich jeder sein Bild und seine Erfahrungen machen. Wäre ich ohne weibliche Begleitung gekommen, hätte ich vermutlich die Polizei rufen lassen oder meine Rechtsschutzverischerung beansprucht. Man(n) ist, speziell durch die weibliche Begleitung, jedoch leidensfähig und möchte dem Abend keinen zusätzlichen unangenehmen Beigeschmack geben oder einen gefühlten Alptraum nicht unnötig verlängern.
Es gibt so viele schöne und gute Kneipen, speziell in Sachsenhausen, die ich zukünftig sehr gerne besuchen werde.
Das TLC werde ich keinem Bekannten oder Freund empfehlen, sondern jedem nur abraten, können.
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Verantworlich: Thomas Thayer








