9 Monate in 20 Sekunden

Freitag 29 September 2006


Eine interessante Dokumentation von Veränderung

Jubiläum ganz besonderer Art

Mittwoch 27 September 2006

Ein Jubiläum ganz besonderer Art feier heute Captain Lichtenstein.de, Marcs Webpage.

Marc ist, trotz sicherlich großer Versuchung, standhaft geblieben und hat uns sich ein Jahr Ruhe gegönnt und Enthaltsamkeit zelebriert.

Ob diese unvergleichbare Darbietung der Willensstärke und Askese, das Internet und die Menschheit in neue Sphären heben wird, ist noch nicht bewiesen, wird jedoch in zahlreichen Gerüchten bereits verkündet.

Wir bleiben drann und halten die Verknüpfung, wie manch andere, unter “lebt noch” bestehen, sind doch diese 7 Zeilen Beiträge ein beeindruckendes Zeugnis von Existenz und Tiefsinn und zieren seine Seite als Nachschlagewerk des großen Künstlers :mrgreen: , dessen Freundschaft ich sehr schätze.

Marc, ich danke Dir! :)

Das Land des Lächelns

Montag 25 September 2006

Heimatgefühle hatte ich bei Franz Lehars (1870-1948) Operette “Das Land des Lächelns” bzw. “Die gelbe Jacke”, durch die Musik und dem Wiener Hintergrund der Handlung.
Der Zufall hat uns in das Stück geführt. Eigentlich wollten wir uns das Musikal “Copacabana” ansehen, was jedoch ausverkauft war.

Stück, Bühnenbild und die Inszenierung haben mir gut gefallen, Schön fand ich auch das “großen Haus” im 1894 eröffneten Staatstheater Wiesbaden. Die Plätze am “2. Rang links”, fast auf Höhe des beeindruckenden Lusters, gewährten einen guten Einblick, jedoch, vermutlich durch die vertikale Nähe zum Musiker Graben, war der Gesang jedoch leider kaum zu verstehen.

Am, oft jedoch begrüßenswerten, Traditionellen wird jedoch nicht nur durch fehlende mögliche Lautsprecher festgehalten. Mein Besuch auf der Webpage des Staatstheaters Wiesbaden, wo Menüführung, Farben und Gestaltung an die 90er Jahre, den Anfängen des Internets erinnernd, schmerzte doch etwas in meinen Augen.

Wiesbaden scheint doch manchmal für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. :mrgreen:

Putsch in Thailand

Sonntag 24 September 2006

schreibbloga berichtet aus Thailand über den Putsch, von der Suche nach dem Putsch in Samui, bereichtet über vergangenen Stunden und die Stimmung am Abend des 20. September. liefert ein Upate 21.September, berichtet über die Ruhe nach dem 20. Putsch in 80 Jahren, von denen nur 2 nicht gewaltfrei waren, und erscheint recht aktuell und informativ in seinen Zusammenfassungen.
“Nebenbei” möcht ich auch auf seine sehenswerten Saumi Bilder verweisen

Gerade habe ich auch mit Benny telefoniert, der in den Tagen des Putsches in Bangkok war. Negatives haben sie nicht erlebt und auch keinerlei Einschränkungen oder große Bedenken. Es gab eher den Eindruck, dass die Bevölkerung den Sturz der Regierung als Notwendig angesehen hatte. Das Nachtleben, mit Suppe an der Sukhumvit und Besichtigung der Tempel und des Königspalastes waren möglich. Einzig das Millitär im Tagesleben, anstelle der Polizei im Straßenverkehr, habe an den Putsch erinnert.

Fluch der Karibik – Pirates of the Caribbean

Sonntag 24 September 2006

Durch Zufall, damals während des England Urlaubs, habe ich
Pirates of the Caribbean
gesehen. Terminator 3 war für uns dermaßen unbefriedigend, so dass wir damals beschlossen hatten, gleich mit irgendeinem anderen Film zu gehen. Wider Erwarten war Teil 1 witzig, humorvoll und ein voller Erfolg.

Vor ein paar Tagen war ich in Fluch der Karibik 2. Aufgrund der Erfahrung von Teil 1 hatte ich Bedenken, dass diese in Teil 2 nicht mehr erfüllt werden könnte. Es sollte mehr Aktion geben, weniger gewitzte Dialoge ect… und die Vorschau und Trailer fand ich auch wenig ansprechend,

Naomie Harris in Fluch der Karibik2 Ich war begeistert! Sicherlich nicht nur wegen Naomie Harris, deren unvorteilhafte Maske nur das gewinnende Lächeln, die hohen Backenknochen und schönen Augen erkennen ließ. Bisher habe ich noch keinen ihrer Filme gesehen, aber ich lasse mich überraschen, denn meine Aufmerksamkeit hat der Reitz erreicht.

Zurück zum Film.
Film_Fluch_der_Karibik2 Sicherlich hat der Film mehr Aktion, eine veränderte Art der Erzählung, die durch Teil 1 auch nicht gänzlich kopiert werden kann, ohne lächerlich zu wirken, aber in Summe sind diese Abweichungen nur Feinheiten in einer schönen Komposition, mit einem vergleichbaren Witz, interessanter und spannender Handlung, einfallsreichen Masken und Action, sowie schönen Bildern und Kameraführung. Für meinen Geschmack sind ein paar Actionszenen recht ausführlich, stören aber nicht und lassen auf Teil 3 hoffen. Das Ergebnis der Arbeit von Gore Verbinski (Regie), sowie dem “Drehbuchduo” Ted Elliott und Terry Rossio und natürlich der Crew, war mir mein Kinogeld wert.

Sollte jetzt noch jemand den Film im Kino sehen, unbedingt bis nach dem Abspann im Kino bleiben! ;)

Das Parfum

Samstag 23 September 2006

Das Kino war voll, die Erwartungshaltung bei manchem Bücherwurm (mich ausgeschlossen) anscheinend groß. Wieso der Film “Das Parfum” in den Kino Charts auf Platz 1 liegt, ist mir gänzlich unverständlich. Vergleichbar mit einem leicht tropfenden Wasserhahn, haben immer wieder vereinzelnte (zahlende) Zuschauer vorzeitig das Kino verlassen. Diese Handlung, sicherlich freiwillig, war für mich, zu jedem Zeitpunkt, nicht gänzlich unverständlich.

Das Parfum Von der Kulisse und den Kostümen sind mir ein paar (wenige) positive Eindrücke haften geblieben. Leider hat die Kameraführung hier nicht viel dazu beigetragen, ich fand sie großteils keineswegs berauschend. Bei der Visualisierung der Entwicklung von Jean-Baptiste Grenouilles Geruchssinn hätte man sicherlich andere Wege gehen können. Es war mir zu “ausdauernd” und mit zu vielen, meist im Zeitraffer dargestellt, Großaufnahmen von Grenouilles Nase umgesetzt worden, langatmig wäre ein treffendes Wort, das aber fast zugleich den ganzen Film beschreibt.

Ich habe das Buch nicht gelesen. Jean-Baptiste Grenouille hatte sicherlich andere Stärken, als den Film mit großen oder tiefen Dialogen zu verfeinern, aber muß sich dies auch auf die anderen Charaktere auswirken oder hätte man hier nicht etwas gewitztere Dialogschreiber finden können? Vermutlich nicht, denn es hätte meinen Gesamteindruck zu sehr verfälscht. Das es ein Film war, und man sich im Kino unterhalten lassen möchte und so manches als unlogsich hin nehmen muß und möcht (z.B. der Wurf des Apfels) ist eine Sache, dass das Drehbuch anschienend (habe das Buch ja nicht gelesen) anscheinend phantasielos (z.B. unmittelbar als Jean-Baptiste Grenouille das Dorf verläßt, entdeckt der Hund, erstmalig in der Werkstatt sichbar und zuügig zu einer stelle laufend, die Verstecke) daran fest hält ist eine anderes Thema. Ich fand’s einfach flach wiedergegeben.

Der Erzähler im Hintergrund hat mich nicht gestört, er hat geholfen durch die Geschichte zu führen. Die Geschichte, die anscheinend zu schwer zu erklären gewesen wäre, wenn die Gabe fehlt, in die Phantasie der Zuschauer einzudringen oder diese zu leiten.

Zum Glück hatte ich eine sehr angeheme Begleitung, die sich den Film ansehen wollte und diesen auch gut und schön fand. Einzig deswegen bereue ich nichts. :)
Es gibt halt, wie immer überall geteilte Meinungen zum Film.

Sauerei! GEZ sammelt Gebühren für Internet-PCs

Mittwoch 13 September 2006

Nahezu 100% der privaten Haushalte besitzen Radios und 95,9 % Fernsehgeräte.
Die ARD 5.247.912.459,44 EUR und das ZDF 1.690.520.399,59 EUR aus den insgesamt 7.122.969.516,17 EUR der Gebührenerträge 2005

Die ARD einigte sich anscheinend 2001 pro Jahr etwa 40 bis 55 Millionen Mark in den ARD-Online-Auftritt zu investieren! Im Internet wird nicht nur reine Information, sondern auch TV und Radiosendungen angeboten, nur um mit den privaten Sendestationen, die sich selber finanzieren, mithalten zu können?

Und jetzt kommt für mich der Gipfel der Frechheit:

Keine Sorge: Kein Gebührenzahler wird doppelt zur Kasse gebeten. Von dieser neuen gesetzlichen Vorschrift sind lediglich diejenigen betroffen, die Rundfunk ausschließlich mit dem PC empfangen können und weder Radio- noch Fernsehgerät zu Hause haben. (ARD)

Wenn aber bereits ca. 100% der Haushalte im Besitz eines Radios sind, wer soll/muß jetzt die Gebühr bezahlen?

Unternehmer und Selbstständige, die einen internetfähigen PCs besitzen, sind also anscheinend das große Ziel der GEZ, diese müssen ab 1. Januar 2007 eine Gebühr von 5,52 Euro pro Monat bezahlen. Für Radio am Arbeitsplatz besteht sowieso Anmelde- und Gebührenpflicht, unabhängig von den bereits in Ihrer Privatwohnung angemeldeten Geräten! Was macht es also für einen Sinn??

Die Art und Weise der Geldtreiberei weckt in mir eher den Eindruck einer staatlicher Herrschaftsideologie oder wollen Politiker und Verantwortliche die Bevölkerung für dumm verkaufen? Geht es uns zu gut, damit Unternehmer und Selbstständige einer solchen Belastung ausgesetzt werden? Gut, die Aussgaben sind sicherlich vom Gewinn abzuschreiben, werden vermutlich vom Finanzamt anerkannt. Für Unternehmer die um’s Überleben kämpfen, sind’s auch “nur” eine Gebühr mehr. Da die Gelder an die GEZ (und somit an ARD und ZDF) gehen, das Finanzamt die Ausgaben (geht das überhaupt bei einer Gebühr?) anrechnen, zahlen dann nicht wieder die Steuerzahler die eigentliche Zeche?

Während über das Internet derzeit bereits fast sämtliche öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Radioangebote live empfangbar sind, sieht die Situation beim so genannten Video-Streaming von Fernsehprogrammen gänzlich anders aus. Im Internet wird die Fernsehwelt nicht annähernd so abgebildet, wie es beim Radio der Fall ist. (ARD)

Da bereits ca. 95,9 % der privaten Haushalte ein Fernsehgeräte besitzen. gibt es ja dann (irgendwann) noch potentielle 4.1% der privaten Haushalte ohne TV Gerät und eine gewissen Schnittmenge mit den knapp 60 Prozent der Deutschen im Netz. Natürlich muß man dann von dieser Schnittmenge die GEZ Gebührenbefreiten abziehen.

Während es ARD-Vorsitzende Thomas Gruber als “.. eine vernünftige Lösung im Interesse der Gebührenzahler”, finde ich es eine bodenlose Frechheit, alleine eine solche Entscheidung zu treffen. Jetzt hängt es an den Ländern, ob das wirklich durchgesetzt wird.

Und dann belästigt mich die GEZ noch mit Werbemails (nennt man das nicht Spam?) und verpackt diese als “Informationsbrief” – alles im “Sinne der Allgemeinheit”?

Sind die Verantwortlichen wirklich nicht in der Lage die dafür aufgewendete Energie und Gelder sinnvoller zu investieren, anstelle es anderen zu überlassen?

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Verantworlich: Thomas Thayer