“Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich”
Sonntag 27 Februar 2005Getreu dem Motto “Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich” – zuletzt durch die US Regierung vollmundig und lauthals verkündet – scheint derzeit Hessens Ministerpräsident Roland Koch und Teile der CDU zu handeln.
Ob dieses Treuebekenntnis ein Teil dessen war, was Herr Koch zu Herrn Bush sagte bevor dieser am Flughafen Frankfurt ins Auto steigen durfte? Könnte aber auch sein, dass Koch nur Frau Merkel nacheifern wollte, die es gemeinsam mit Herrn Bush zum Wagenmotiv des Mainzer Karnevals schaffte.
Irgendwie erinnert es mich an die Narrenfreiheit, die im Fasching zelebriert wird – nur es ist leider viel zu ernst was zur Zeit geschieht.
CSU-General Söder gibt die indirekte Schuld an einem schrecklichen Sexualmord dem Bundeskanzler und der Bundesregierung.
Roland Koch droht dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) mit dem Entzug des Minderheitenstatus, wenn dieser, auf legalem Wege (!!), eine CDU-FDP-Regierung verhindert.
Es werden, der Boulevardpresse gleich, gefährlich oberflächliche Meldungen in die Öffentlichkeit geschmissen ohne anscheinend über die Auswirkungen nachzudenken. Während der eine versucht jemandem die “Teilschuld” an einem Verbrechen anzuhängen, weil dieser kein bestehendes und beschlossenes Gesetz verschärft hat, so legt der andere kleine Feuer die Neid und Haß schüren. Wieso greift hier der Verfassungsschutz nicht ein? Für mich klingt der “Hinweis Kochs” dem SSW gegenüber wie Erpressung und das Verhalten dieser “Herren” erinnert mich an das Handeln des Zauberlehrlings.
Ein europaweites Verboten von NS-Symbolen oder die Einschränkung des Versammlungsrechts kann nicht die Lösung sein und hätte damals vermutlich auch nicht den Untergang der Weimarer Republik und ihre Konsequenzen verhindert. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Artikel “Zerstörung der Demokratie 1930-1933″ der Bundeszentrale für politische Bildung verweisen – sehr interessant!
Die Büchse der Pandora wurden bereits in den 90er Jahren mit “Das Boot ist voll” und ähnlichen Aktionen geöffnet – nicht aus der Entwicklung lernend wird die Saat weiter gestreut.
Anscheinend sind sich ein paar selbstverliebte und machtgierige Politiker nicht bewußt, welche Verantwortung sie tragen, welche Spirale sie in Gang setzen können – in positiver wie negativer Hinsicht. Leider gibt es bereits Morddrohung gegen SSW Politiker!
Wieso wettert Koch überhaupt über die Landesgrenzen hinaus und legt indirekt Feuer? Die Ernte nach verbrannter Erde ist langfristig gesehen nie so ertragreich, wie nach ehrlich, harter und gewissenhafter Arbeit!
Der eine Politiker scheint Krieg zu führt um vor Problemen im eigenen Land abzulenken, der andere Politiker, anscheinend auch unfähig die eigenen lauthals verkündete Versprechen einzulösen, scheint diesem doch recht zweifelhaften Vorbild zu folgen.
So manchem Amerikaner ist es bereits peinlich und er entschuldigt sich dafür. Nicht umsonst haben Bush, Rice und Rumsfeld “Goldene Himbeere 2005″ gewonnen. Auch hierzulande gibt es erste Entschuldigungen der Bevölkerung, denen ich mich anschließen möchte.
Kleiner Geographie-Test
Samstag 26 Februar 2005Gerade passend, bietet das Europa Dart die Möglichkeit die eigene geographischen Kenntnisse zu überprüfen. Ich hatte, mit insgesamt 1734 km daneben, die Note 3.
Also los, bin gespannt auf Eure (ehrlichen) Ergebnisse. ![]()
Kinofilm “Constantine” – zur Hölle und wieder zurück
Freitag 25 Februar 2005“Constantine” (bestellen) ist, wieder nach längerer Zeit, ein Film der mir wirklich gut gefallen hat. Er handelt vom Spiel von Himmel und Hölle, welches auf der Erde abgehalten wird.
Gelungen finde ich das Verhältnis zwischen der Handlung, den Dialoge und der Aktion. Dieses schöne Wechselspiel, gepaart mit der Mystik von Hölle und Himmel und den jeweiligen Gehilfen, macht den Film durchaus sehenswert. Er hat ein paar wenige unlogische Momente, die jedoch keineswegs störend wirken.
Ich saß im Kino, war von Spannung gefesselt, konnte herzhaft lachen und mit packendem Interesse die Handlung verfolgen. Achja, unbedingt bis nach dem Abspann bleiben! ![]()

Pisa? Studie?
Donnerstag 24 Februar 2005Verwirrte Geister, gutes Marketing und “Slowakien”
Mittwoch 23 Februar 2005Wie die Aldi Arztsocken, denen “normale Tennissocken” verblüffend ähneln, macht auch Herr Bush durchaus geschicktes Marketing.
Zuerst analysiert er “treffend” seine erste Amtszeit als fehlerfrei bestätigt um danach die teuerste und erstmalig “gesponserte” Amtseinsetzungszeremonie (40 Mill) zu feiern – bisher wurde dies Kosten von der jeweilig gewählten Regierung bezahlt.
Etwas Gutes hat Herr Bush und das sollte keineswegs unerwähnt bleiben, denn sein Intellekt, Charisma und Charme ist sicherlich nicht ansteckend.
Das die charmante Frau Christiane Meier (ARD Korrespondentin aus Washington) Bratislava dem Land “Slovakien” zuordnet lag vermutlich eher an der heute ausgezeichneten Form Harald Schmidts und der sprachlichen Kombination zwischen Slowakei und Slovakia.
Köstlich trocken war Schmidt, nach dem zögerlichen “Bratislava liegt in Slowakien”, als er gleich mit einem “dreckigen” Lächler und der Frage “Sind sie sicher oder möchten Sie jemanden anrufen?” nachsetzte.
Der Versuch Frau Meiers, ihre Unsicherheit mit “Interessant wäre es, wenn man diese Umfrage jetzt mit der Öffentlichkeit machen würde… aber ich glaube schon das diese es auch wüsste” zu überspielen, war zwar frech aber ihre Hilflosigkeit und ihre Konzentration diese zu verbergen wirkte irgendwie goldig – kann aber auch sein, dass hier mein “männliche Beschützerinstinkt” angesprochen wurde.
Schmidt war heute einfach genial und hob die wichtigen Ereignisse gekonnt hervor.
Herr Koch, zuerst von Schröder und Fischer “wie damals in der Schule” in der Ecke stehen gelassen, “wirft” sich danach Bush “streberlike” an die Seite, um diesen, nach einem “wichtigen” Smalltalk, freundschaftlich schulterklopfend ins Auto steigen zu lassen.
Auch der Gag “Bush als Meilensammler mit Werbegeschenk” war im Rückblick auf dessen Gebaren nicht weltfremd.
Natürlich schenkte Kavalier Schmidt auch dem Damenprogramm, die sich die Zeit im Dom vertreiben durften, seine Aufmerksamkeit.
Wasser auf dem Mars und Herr Bush in Mainz
Dienstag 22 Februar 2005Europäische Wissenschaftler sind, laut Spiegel, der Überzeugung Packeis-Schollen auf einem 45 Meter tiefen gefrorenen Gewässers, von der Größe der Nordseehaben, entdeckt zu haben.
Wieso fliegt Herr Bush nicht, statt morgen nach Mainz, selber auf den Mars? Ich würde es ihm gönnen und die lange Zeit könnte er gut zum Nachdenken nutzen – aber jetzt kommt Herr Bush nach Mainz:
Anwohner dürfen Ihr Auto weder vor dem Haus noch vor der Garagen-Einfahrt parken, Privatgaragen werden versiegelt und Briefkästen sowie Mülltonnen müssen weg.
Einfach das Fenster aufzureißen oder sogar auf den Balkon zu gehen ist selbstversändlich verboten, dafür sind ja extra zwei offizielle Winkplätze eingerichtet worden und die sollten nicht nur mit Statisten gefüllt werden müssen.
Die Forderung der Polizei Maria-Luise Fuchs (65) gegenüber das Grabsteinlager zu räumen und am kommenden Mittwoch die Rollläden geschlossen zu halten um den “ganzen Tag im Dunkeln zu sitzen, nur weil Herr Bush vorbei fährt” hat vom Wiesbadner Kurier bis zur Washington Times für Aufmerksamkeit gesorgt.
American security forces seem to have taken over the cities of Mainz and nearby Wiesbaden in preparation for the president’s visit on Wednesday, local press reports, with snipers on rooftops, jet fighters on high alert and Secret Service agents everywhere.
All schools in the area will be closed, but students will have no chance to watch the arrival of Mr. Bush because all balconies along his way through the city are ordered to be empty and all windows must be closed and darkened.
Washington Times
Vier (!) stark befahrene Autobahnen (3, 60, 66, 67) werden von 08.30-10.30 bzw. 17.00-19.00 gesperrt, ursprünglich war die Sperrung sogar von 07.00 und 11.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 geplant.
Nicht nur Opel und die 5000 Mitarbeiter werden vom Besuch des US Präsidenten lahm gelegt, viele Unternehmen “müssen” das Geschäft zusperren. Ein Händler berichtete, dass er sein Geschäft zwar geöffnet haben dürfte aber seine Kunden sich Tage zuvor bei der Polizei regestrieren lassen müssten, wenn sie ins Geschäft möchten.
Der Besucher, der eine Region zum Stillstand bringt, Chaos verursacht, viele auf Einnahmen verzichten und Urlaub in Anspruch nehmen müssen, wird aber auch von manchen mit offenen Armen empfangen:
“Für die Stadt Mainz ist der bevorstehende Besuch des amerikanischen Präsidenten ein wichtiges Ereignis und zugleich die Chance, uns weitweit über einen längeren Zeitraum in den Medien als attraktiver Wirtschaftsstandort und Ziel für den Tourismus zu präsentieren. Dies ist eine Werbung für unsere Stadt, deren Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.”
(Presseerklärung der Stadt Mainz (17.02.05)
“Freuen wir uns doch alle gemeinsam, dass der amerikanische Präsident uns besucht”, sagte Koch und leht Vorschläge ab, Staatsbesuche wegen der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen künftig nur noch in Berlin auszurichten. “Wir sind kein Zentralstaat. Wir wollen, dass Staatsgäste unser Land kennenlernen, nicht nur seine Hauptstadt”, sagte der hessische CDU-Chef.
Wiesbadener Kurier (18.02.2005)
Ich wäre nicht böse, würden diese Herren mit Herrn Bush gemeinsam die Reise zum Mars antreten. ![]()
Die Dritten
Montag 21 Februar 2005“Der Totmacher”, läuft jetzt gerade im WDR, ist ein sehr bemerkenswerter, beeindruckender und erschreckender Film. Schade, dass solche Filme “nur” im Dritten und erst um 23.00 Uhr gezeigt werden.
In solchen Momente bin ich froh, die sonst so verteufelten Gebühren zu bezahlen. Ich bin der Meinung das RTL, SAT1 und Co solche Filme nie zeigen würden. Vermutlich beugen sich diese Sender einfach lieber ihrem Publikum und dem Wunsch nach leichter Unterhaltung, statt es anregend zu fördern.
Bei andreaffm (reisenotizen) war heute der HR mit seiner Maintower Redaktion zu Gast, es ging darum einen Beitrag über Blogger zu erstellen. Irgendwie scheint es mir, nach dem “new technology hype” zur Jahrtausendwende, wird das Thema Internet und Blogger gerade “modern”.
Nachdem SAT 1 vor kurzem mit seiner Planetopia Redaktion seinem Planetopia Team die Latte sehr tief ansetzte, könnte der HR eigentlich nur glänzen.
Obwohl ein Blick auf die heutigen Themen (u.a. “Busen verrät Charakter”) lässt wiederum, ohne die Sendung bisher gesehen zu haben, schlimmes befürchten.
1810 – sowie kurz davor sowie danach
Sonntag 20 Februar 2005Heute vor 195 Jahren, am 20. Februar 1810, wurde der Tiroler Freiheitsheld Andreas Hofer erschossen.
Im Herbst des gleichen Jahres gab es, anlässlich der Hochzeitsfeier von Kronprinz Ludwig (späterer König Ludwig I.), auf der nach seiner Prinzessin benannten Theresienwiese ein großes Pferderennen – das Oktoberfest war geboren.
Was passierte noch zu dieser Zeit?
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war bereits vor 19 Jahren verstorben.
James Cook wurde 1779 auf Hawaii ermordet und es gab bereits die 3. Teilung Polens.
Abraham Lincoln (16. Präsident der USA und 1865 ermordet) erblickte am 12. Februar 1809 das Licht der Welt, während, im gleichen Jahr Joseph Haydn, am 31. Mai 1809, verstarb.
Nachdem der amerikanischer Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) offiziell beendet wurde, war von 1789 bis 1797 George Washington (1732-1799) der erste Präsident der USA. In der Zeit vor dem Tod Andreas Hofers (1810) wurden die noch jugen USA 1801 bis 1809 von Thomas Jefferson (1743-1826) regiert. Unter Jefferson begann nicht nur die Expedition in den damals unbekannten Westen Nordamerikas, sondern es zeichnete sich das Scheitern der, von Jefferson und Washington mit deren Indianerpolitik, angestrebten friedlichen Assimilierung der Ureinwohner ab.
1812 scheiterte auch der Versuch, im britisch-amerikanischer Krieg, der Eroberung Kanadas durch die USA.
Es war aber auch Zeit der französische Revolution (1789-1799). Die Revolution radikalisierte sich jedoch bald und es begann die Schreckensherrschaft der Jakobiner. Ludwig XVI wurde 1793 enthauptet. 1974 folgte ihm, auf gleichem Wege, Maximilien de Robespierre in den Tod, was den Niedergang der Jakobiner und die Wiederauferstehung der Girondisten einleitete.
1810 kann auch als Höhepunkt der Macht Napoléon Bonapartes (1769-1821) bezeichnet werden, der 1798 in Alexandria und dann Kairo und 1799 in Syrien kämpfte und mit einem Staatsstreich am 9.Nov 1799 die Regierungsgewalt übernahm.
Er verkaufte 1803 den USA, unter Präsident Thomas Jefferson, der nach der Unabhängigkeit der USA als US Botschafter in Frankreich arbeite, für weniger als 20 Millionen Dollar den gesamten damaligen französischen Kolonialbesitz in Nordamerika um Geld in seine Kriegskassa zu bekommen. Er gründete 1800 die Bank von Frankreich und regierte von 1804 bis 1815 als Kaiser “seine” Franzosen. Er begann sich in Europa auszudehnen, bis die Niederlage 1913 mit der Völkerschlacht bei Leipzig seinen Untergang einleitete.
1815, 5 Jahre nach dem Tod von Andreas Hofer, gab es unter der Leitung von Metternichs, beim Wiener Kongress, die Neuordnung Europas.
Die Zeit der Revolution war noch nicht beendet. Es begannen sich die Kolonien Südamerikas zu lösen und die Monroedoktrin wurde 1823 “geboren”.
Belgien erreichte 1830 seine Unabhängigkeit und auch das, aus den österreichischen Niederlande hervorgegangen, erblickte unter und nach Napoleon das “Licht der Welt”.
Friedrich Schiller (1759-1805) übersetzte 1800 Shakespeares Macbeth und schrieb
Maria Stuart, die Jungfrau von Orléans (1801) sowie Wilhelm Tell (1804), bevor er 1805 in Weimar verstarb.
Johann Strauß (Vater) (1804-1849) wurde 1804 in Wien geboren und zusammen mit seinen Söhne Johann Strauß (1825-1899), Josef Strauß (1827-1870) und Eduard Strauß (1835-1916) sorgten die Strauß für neue kulturelle Höhepunkte.
1833 starb Goethe, der kurz zuvor noch Faust II fertig stellten konnte.
Auf der einen Seite wirken die 200 Jahre wie eine Ewigkeit, speziell wenn man die Entwicklung betrachtet. Jedoch dürfte sie in die Zeit der Ur-Urgroßeltern fallen und ist so mit ca. “4 Generationen früher” doch wieder nicht so lange vergangen.
Klo-Gespräch
Samstag 19 Februar 2005Auf ab::gebloggt habe ich u.a. diesen wirklich schönen bash gefunden…
kante : ich war grad aufm klo…
kante : sizt jemand nebenan und meint “hallo wie gehts?”
kante : ich: “hm, geht”
kante : er: “Was machst du grad?”
kante : ich: “öhm? ich denk das selbe wie du?”
kante : er: “kann ich rüberkommen?”
kante : ich: ???
kante : ich: “ähm, ne lass mal”
safti : wo zur hölle war das?
pt_wulsch : ROFL
safti : wird man jetzt im Büro-klo angegraben?
pt_wulsch : *wegschmeiß*
kante : er: “du, ich ruf dich später nochmal an, da sitzt so ein idiot nebenan und beantwortet dauernd mein gespräch mit dir!”
kante : …
# 2630
Das ist natürlich auch eine wirklich lustige Idee, die man wirklich einmal in letzter Konsequenz, und es muß ja nicht auf die Örtlichkeit beschränkt sein, durchziehen müsste. Eigentlich wäre die Idee es wert als Punkt 17 auf dieser Liste aufgenommen zu werden.
Wegen Nazis die Freiheiten und Grundrechte aufgeben?
Mittwoch 16 Februar 2005Jetzt arbeit die Politik daran ein Gesetze zu formulieren, welches das Aufflammen der rechtextremen Szene verhindern soll. Ein Weg zu diesem Ziel soll über die Einschränkung des Versammlungsrechts erreicht werden. So sollen zukünftig Demonstrationen beschränkt oder verboten werden können, wenn zu erwarten ist, dass nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft verherrlicht oder verharmlost werden.
Randgruppen, seien es drogenabhängige oder politisch irrgeleitete Personen, an öffentlichen Orten zu sehen, ist nicht immer angenehm aber doch ein Teil unserer Gesellschaft.
Der Versuch jedoch deshalb das Versammlungsrecht einzuschränken ist, meiner Meinung, nicht der richtige Weg. Wurde das Grundgesetz nicht extra derartig formuliert, um nach der NS Diktatur ein wiederkehren dieser zu verhindern und dem Bürger die Freiheit zu schenken und abzusichern?!
Es hilft weder der Gesellschaft noch den Opfern, wenn, z.B. einem Drogenabhängigen, verboten wird sich um den Bahnhof, Bundestag oder anderen nicht “genehmen” öffentlichen Orten aufzuhalten.
Statt vom fernen Berlin ein Gesetz zu erlassen, welches unserer demokratischen Rechte einschränkt, sollten sich die Politiker, aller Lager, wirklich lieber gemeinsam Ihre Hemden aufkrempeln und ehrlich arbeiten! Sowohl Regierung wie auch die Opposition haben, im Interesse der Demokratie, diese Verantwortung!
Ein solches Gesetz hat nicht einmal einen wirklichen Placebo-Effekt, es erinnert mehr daran “die Hände in Unschuld waschend”, denn “..man hat ja ein Gesetz erlassen und darüber diskutiert”. Sind wir so satt an Demokratie, Freiheit und Frieden? Können wir wirklich solches Gebärden der Politik akzeptieren?
Wie einem Boxer gleich, nur versuchend Punkte für einen Wahlkampf zu sammeln, macht auch die Opposition nur Wind und Rhetorik. Ist es so schwer zu erkennen, dass es sich hier nicht um einen Zweikampf zwischen Regierung und Opposition, sondern um einen Straßenkampf handelt?
Sollte der Wille, nicht nur die Absicht (!), dazu wirklich besteht, dann muss etwas gemacht werden! Irgendwie erinnert mich das Anpacken dieser Herausforderung an das jahrzehntealte Argument über die Neuverschuldung und Umweltverschmutzung. Diese Probleme könnte man bereits seit Jahrzehnten dem eigenen Nachkommen nicht mehr zumuten/verantworten und es passiert trotzdem nur sehr schleppend etwas damit den Worten auch Taten folgen.
Die einen sitzen in ihren Büros, die anderen arbeiten an der Straße.
Die einen ersetzen Jugendzentren und ähnlichen Einrichtungen durch Broschüren die irgendwo aufliegen, die anderen fangen die suchenden Personen auf und geben ihnen neue “Perspektiven” und “Träume”.
Eine solche Arbeit an der Straße bringt sicherlich nicht so schnell und “kostengünstig” messbare Ergebnisse wie ein verabschiedetes Gesetz aber dafür bringt die Arbeit an der Straße eine wesentlich reichere (tiefere) Ernte und Erfolge.
Die Schuld auf die Politik zu schieben ist zu einfach! Jeder muß sich an der eigenen Nase fassen! Lassen wir uns wirklich so gerne, egal ob als Konsument oder Opfer “Sponsor” bzw. jetzt als Bürger, regieren um entsprechend nur noch reagieren zu müssen? Sind wir so faul und satt vom Wohlstand, von dem wir (noch) nicht bereit sind etwas abzugeben um schlimmeres zu verhindern?
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Verantworlich: Thomas Thayer








