Sex, 70er und Song Contest

Sonntag 25 Mai 2003

Nach dem Song Contest argwöhnte der BBC-Kommentator Terry Wogan, dass sich der Kontinent in der Abstimmung für Großbritanniens Kriegsaktivitäten gerächt habe. Nur weil die Engländer mit ihrem geistlosen Liedl Cry baby untergegangen sind wie einen bleierne Ente. . Ich denke die Enländer waren einfach nur schleeecht, null Punkte müssen auch erst einmal verdient sein. Das Beste war noch das Gitarren-Intermezzo. Sex sells… aber etwas mehr sollte schon dahinter sein als nur kurze Röcke und schlechte Performance. “Sex sells” – aber zum Glück nicht nur , sonst hätten die Briten und Griechen abgeräumt.

Nicht mit billigem Sex, sondern mit geschmackvoller Erotik, einer guten Show und mit einer gewissen Heimatverbundenheit mit orientalischem Bauchtanzeinlagen hat mir die Türkei auch am Besten gefallen. Das Lied war auch schwungvoll und – soweit per Downstream aus dem Internet zu beurteilen – gut gesungen. Glückwunsch!

“Nicht so auf der Höhe der Zeit…” – war eine Erklärung von Lou, wie der Vertreter Zyperns im “weißen Elvis-Anzug-Look”, für Platz 12 und ihre 70′er bzw. 80′er Show. Man könnte auch sagen “30 Jahre zu spät” . Es reicht mir schon das es bei Ikea Bettwäsche und Tapeten mit den 70′er Farben gibt. Aber Lou war nicht die einzige und auch Bosnien-Herzegowina mit Mija Martina oder die Moderatoren schwammen auf dieser, so ganz meinen Geschmack verfehlend, Welle.

Bei der Abstimmung haben sich Österreich und Deutschland mit 2 bzw. 1 Punkt wieder einmal nichts geschenkt.
Das einzige was mir an “unserem” Alf Poier gefallen hat ist die Tatsache, dass das Lied mit Platz 6 eine, für Österreich, super Platzierung erreichte und das Poier, in der Landesausscheidung, das Lied von Ralph Siegel (wo der überall die Finger im Spiel hat) auf Platz 2 verwiesen hat. Ansonsten hat er mich nicht vom Hocker geworfen, eher mit Herrn Raab zu vergleichen. Nichts um mit stolzgeschwellter Brust herumzulaufen.

Bei t.A.T.u. bin ich heilfroh mir die Mädels nicht live angesehen zu haben als sie in Frankfurt waren. Was an den “Kindern” so toll sein sollte habe ich noch nicht entdeckt. Weder der besondere Sexappeal, noch die gute Show oder der Gesang wären Argumente. Bei Interviews merkt man entweder, den fehlende Geist und Tiefsinn oder die (hoffentlich) fehlende Erfahrung.

Nächstes Jahr zweitägiges Finale – dann wird alles besser! Ich bin froh das ich mir die Matrix “Reloaded” angesehen habe.

Wirklich sehenswert…

Samstag 24 Mai 2003

… ist, nicht nur wegen der bezaubernden Ines Sastre, der Film Vidocq.

Der Film besticht mit wirklich schönen Aufnahmen und ungewöhnlicher Kameraführung (etwa vergleichbar mit “Die fabelhafte Welt der Amélie”). Die ungwöhnliche Kulisse, die spannenden Handlung und Gérard Depardieu tragen das Übrige dazu bei, daß ich wirklich begeistert bin.

NASA hätte “Columbia”-Astronauten vielleicht retten können

Freitag 23 Mai 2003

Washington – Die NASA hätte entgegen ihrer bisherigen Behauptungen die Astronauten des Shuttles “Columbia” vielleicht noch retten können. Das geht nach Medienberichten vom Mittwoch aus einer internen Studie der US-Raumfahrtbehörde hervor.

Es wäre ein gewagtes Manöver gewesen, ähnlich wie die Rettung der Crew der “Apollo 13″ im April 1970, berichtete die Zeitung “Florida Today”. Demnach hätte die Raumfähre “Atlantis” noch rechtzeitig in den Orbit starten und die sieben Astronauten der “Columbia” an Bord holen können.

“Es wäre ein Hochspannungsdrama gewesen, aber es hätte eine realistische Chance gegeben, die ‘Atlantis’ auf eine Mission zu schicken, die eine vernünftige Chance gehabt hätte, die Crew zurückzubringen”, sagte ein ungenannter Beamter, der die Studie kennt. Die NASA hätte für das Manöver auf einige Sicherheitsmaßnahmen vor dem Start der “Atlantis” verzichten müssen, und es wären auch einige gewagte Weltraumeinsätze nötig gewesen, um die fünf Männer und zwei Frauen an Bord der “Columbia” zu retten.

Voraussetzung dafür wäre gewesen, die “Columbia” länger im Orbit zu belassen, was nach Einschätzung der Untersuchungskommission möglich gewesen wäre. Allerdings hatte die NASA es abgelehnt, den vermutlich beim Start der Fähre entstandenen Schaden an einem Flügel der “Columbia” von Militärsatelliten begutachten zu lassen.
So nahm die Behörde an, dass beim Loslösen eines Stücks Isolierschaum während des Starts kein größerer Schaden entstanden sei. Inzwischen gehen die Ermittler aber davon aus, dass der Isolierschaum den Flügel beschädigte, der dann beim Wiedeintritt in die Atmosphäre am 1. Februar auseinander riss.

Quelle: Der Standard

das “Star Wars Kid”

Donnerstag 22 Mai 2003

Das Internet hat schon aus so manchen Normalverbrauchern – mehr oder weniger freiwillig – einen Star gemacht. Nun sorgt ein anderer “Held” für Aufsehen – das “Star Wars Kid”.

Die Geschichte begann mit einem Schulprojekt: Ein 15-jähriger Kanadier übt mit einem Besenstiel, der ein zweiseitiges Laserschwert – bekannt vom Star Wars-Bösewicht Darth Maul in Episode 1 – darstellen soll, einige Kampfszenen aus dem bekannten Kinofilm. Dabei wird heftig geschnauft und geschrieen. So weit, so gut – doch dummerweise filmt sich der Schüler dabei.

Die Videokassette war eine Leihgabe eines Freundes und wie sich das unter Freunden gehört, gab Ghyslain, so der Name des Schülers aus Quebec, diese auch wieder zurück. Der Freund legte die Videokassette weg und einige Monate vergingen – bis das Tape den Weg zurück in den Videorekorder fand. Der “Freund” – laut amerikanischen Presseberichten ist er diese Bezeichnung von Ghyslains Seite inzwischen los – entdeckte die nichtgelöschte Sequenz und bot das Video nun in diversen Tauschbörsen zum Download an.

Bei KaZaA entdeckte der Betreiber des Blogs www.waxy.org das Video und erstellte einen Remix mit professioneller Aufbereitung. Musik und Star Wars-Spezialeffekte wurden hinzugefügt und das Video erstrahlte in neuem Glanz. Noch folgte eine regelrechte Download-Welle und das Interesse am Video wurde größer und größer. Als auch noch Fark.com auf die Download-Datei hinwies, wurde der Streifen alleine bei waxy.org soll mehr als 1,2 Millionen Mal heruntergeladen. Zahlreiche Mirrors wurden daraufhin ins Netz gestellt.

Schon bald wurden auch die Medien auf das Video aufmerksam und hefteten sich an die Spur des Schülers. In unzähligen Interviews, unter anderem mit der New York Times, the Globe, der National Post, Cinescape und BBC, hat der Junge seine Geschichte erzählt. Verständlicherweise sind ihm das Video und die Entwicklungen rund um seine Star Wars-Kämpfe sehr peinlich. In einem Interview mit der New York Times sagt Ghyslain: “Die Leute lachen mich aus, dabei ist diese Sache überhaupt noch komisch”.

Entgegen vielfacher Meinung gibt es im Internet hin und wieder dann doch noch Moral und Gewissen – und so starteten waxy.org und andere Blog-Betreiber eine interessante Aktion. Sie richteten ein Spendenkonto ein und sammeln für Ghyslain. Bislang sollen dort bereits rund $4.300 an Spenden eingegangen sein.

Microsoft lizensiert Unix-Quellcode

Dienstag 20 Mai 2003

In einem überraschenden Schritt hat Microsoft eine Lizenzvereinbarung zum Unix-Quellcode von SCO unterschrieben.

In der vergangenen Woche beherrschte das Unternehmen SCO die Schlagzeilen. SCO behauptet, dass Teile des Unix-Quellcodes, auf den das Unternehmen die Patentrechte besitzt, unverändert in verschiedene Versionen von Linux übernommen worden sei.
Deswegen läuft bereits eine Milliardenklage gegen IBM, weitere Prozesse sollen folgen. Nun bekommt der Streit eine neue Dimension. Wie amerikanische Medien berichten, lizensierte Microsoft von SCO Patente zu Unix und außerdem den Quellcode des Betriebssystems.

Die US-Zeitungen zitieren aus einer offiziellen Stellungnahme von Microsoft, in der es heißt, der Schritt erfolge im stetigen Bemühen des Konzerns, geistiges Eigentum (intellectual property, IP) zu achten. Gleichzeitig kündigte Microsoft an, mit Hilfe der Lizenz die Kompatibilität zwischen Unix und Microsoft-Produkten zu verbessern.

Der wahre Grund könnte aber tiefer verborgen liegen.
Amerikanische Medien spekulieren schon seit Tagen, dass SCO mit seiner Klageflut den Wert der Firma steigern und sich gleichzeitig als Übernahmekandidat empfehlen möchte. Als einer der möglichen Käufer wird Microsoft genannt. Microsoft als erklärter Gegner des Open-Source-Programms Linux wiederum könnte als Inhaber der Unix-Patentrechte mit deutlich mehr Stimmgewalt auftreten als bisher.
Sollte SCO – oder der Käufer des Unternehmens – den Patentstreit mit IBM gewinnen, würde das einen erheblichen Rückschlag für alle Linux-Versionen bedeuten. Aufgrund der Verwandtschaft von Linux und Unix ist es äußerst wahrscheinlich, dass sich Teile des Unix-Quellcodes unverändert in Linux befinden.

Quelle: PC Magazin

Schlag gegen Internet-Betrüger

Montag 19 Mai 2003

Bei einer groß angelegten Ermittlungsaktion gegen mutmaßliche Betrüger im Internet sind in den USA mindestens 130 Menschen festgenommen worden. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, wurden außerdem insgesamt 17 Millionen Dollar (14,8 Mill. Euro) beschlagnahmt. Die Fahndungen richten sich gegen die Urheber verschiedener Formen des Betrugs im Internet wie etwa fingierte Kontaktanzeigen, der Diebstahl persönlicher Daten, vorgetäuschte Geschäfts- und Anlagechancen sowie das Raubkopieren von Software und anderem urheberrechtlich geschützten Material.

Scharfe Warnung
Das US-Justizministerium richtete eine scharfe Warnung an Internet-Betrüger, die ihre fingierten Angebote oft über so genannte Spam-Mails, also unerwünschte Massenmails, verbreiten. Die Online-Betrüger würden auf dieselbe Weise verfolgt wie traditionelle Betrüger, sagte der zuständige Abteilungsleiter Michael Chertoff.

120 Prozent Rendite
In einem der ermittelten Fälle hatten den Angaben zufolge zwei angebliche Anlageberater aus Kalifornien im Internet eine jährliche Rendite von 120 Prozent versprochen und so 60 Millionen Dollar von 15.000 Anlegern aus der ganzen Welt einkassiert. Die Gelder wurden dann größtenteils in Grundstückskäufe in Costa Rica und Mexiko und den Erwerb einer Jacht und eines Hubschraubers gesteckt. Die Urheber des Betrugs bekannten sich inzwischen schuldig.

Fiktiven Kontakzeige
Ebenfalls in Kalifornien wurde ein Ehepaar angeklagt, das Männer mit fiktiven Kontakzeigen russischer und ukrainischer Frauen geködert hatte. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden so auf diese Weise nach Angaben des Ministeriums den Kunden 600.000 Dollar aus der Tasche gezogen.(apa)
Quelle: Der Standard

Wird ja auch Zeit!
Das Internet ist weder schlimm, böse oder gut – es ist praktisch.
Die Menschen auf unserer Welt sind es die, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und Aktivitäten, den Unterschied ausmachen. Nicht der Tatort oder das Medium entscheiden – sondern die Handlung!

Studenten knacken Smart Cards mit einer Infrarotlampe

Montag 19 Mai 2003

Die Princeton-Studenten Andrew Appel und Sudhakar Govindavajhala haben einen neuen Weg entdeckt Smart Cards zu knacken. Wie in einem Proof-of-Concept-Papier beschrieben wird, werden in dem Verfahren durch die Wärme der Lampe Speicherfehler künstlich erzeugt. Dank dieser Soft-Errors im Speicher kann dann in einer Smart Card beliebiger Code ausgeführt werden.

Deatils führen die Studenten zudem in einer Power Point Präsentation aus, weiter Gedanken sind in diesem Dokument zu lesen.

Mittlerweile gibt es regen Diskussionen, ob Angriffe dieser Art gegen gegen Smart Cards möglich sind. Hersteller dieser Karten betonen, dass Sicherheitsfunktionen existieren, die solche Attacken abwehren sollen. Eine (leider) logische Aussage des Herstellers
Quelle: Der Standard.at

Auch am diesen Jahr ist er wieder, der Grand Prix Eurovision

Samstag 17 Mai 2003

Samstag, 24. Mai und die Nation ist wieder gespalten – ähnlich der Bild-Zeitung.
Keiner wird sich den Grand Prix Eurovision 2003 ansehen, aber mitreden wird dann doch jeder. Ist jedenfalls so bei der Bild, die keiner liest ja aber der Verlag (leider) gute Verkaufszahlen aufweisen kann.

Ich werde mir auf alle Fälle das 2. Lied anhören, denn da vertritt ….

… der Kabarettist Alf Poier die rot weiß roten Farben.
Gewonnen hat er für mich schon, denn in der in der Vorentscheidung hat Alf Poier ein Ralph Siegel für Österreich verhindert, indem er Petra Frey mit dessen Lied auf Platz 2 verwiesen hat.

Einer der goldigsten Gründe, die mich vor die Glotze gezogen haben, war der Auftritt von Michelle.

Die Wutprobe im Autokino

Freitag 09 Mai 2003

Gestern war es wieder einmal Zeit ins Autokino in Gravenbruch zu gehen.
Speziell da die Vorschau für “Die Wutprobe” einen netten Filmabend versprochen haben.

Ich fand den Film, zusammenfassen, nicht sehr packend, eigentlich eher “flach” – etwas Tiefgang wäre schon zu wünschen gewesen. Das wird kein Film, auch wenn er ins Fernsehen kommen sollte und recht lustige Momente hatte, den ich mir 2x ansehen würde. Adam Sandler und Jack Nicholson, den ich mit u.a. seiner Mimik sehr schätze, haben mir trotzdem gut gefallen.

Ob es am Regisseur Peter Segal lag möchte ich bezweifeln, auch über den letzten Film von Jack Nicholson (”About Schmidt“) habe bis jetzt eher negatives gehört. War halt für mich ein schlechtes Drehbuch oder eine falsche Filmauswahl.

Der Abend im Autokino, mit Katrin, war jedoch sehr schön.

Wann hat das Grauen ein Ende?

Mittwoch 07 Mai 2003

Deutschland sucht den Superstar wird es zukünftig auch als PC Spiel geben.

Nach Medienberichten ist derzeit ein entsprechendes Computerspiel in Planung, bei dem der User zu Hause seine musikalischen und rhythmischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Klopft er den Takt auf der Computertastatur nicht richtig mit, gibt es einen negativen Kommentar der allgegenwärtigen Jury. Hat man den Rhythmus im Blut, gibt es ein Lob. Nur eins kann man mit diesem Spiel auch nicht werden: Ein richtiger Superstar auf Zeit und nicht nur für ein paar Wochen. Offiziell wurde die Herausgabe des Computerspiels zur zweiten Staffel der Serie, die im Herbst anlaufen soll, noch nicht bestätigt.

Die Anforderung des Spiels passt sich nahtlos an das Niveau der Sendung an.
Ich hoffe ja die Teens, unsere Zukunft, über mehr Geist verfügen und das Spiel ein Flop wird.
Jedoch habe ich daran Zweifel, da auch die Teletappies und das Tamagotchi, wenn auch zum Glück befristet, zum Erfolg wurde.

Nächste Seite »

Back to ^Top^
Verantworlich: Thomas Thayer